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Presseheadlines | |||
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Spitze im Automobilbau - Standard auf der Hauptversammlung
BMW - diese drei Buchstaben zergehen Automobilfans auf der Zunge. Mit entsprechenden Vorstellungen geht man zur Hauptversammlung von BMW. Was hätte man nicht alles aus einer Veranstaltung an diesem Ort und in dieser Dimension machen können? Olympiazentrum München, 4.600 Besucher und ein neuer Vorstandsvorsitzender. Ein Rahmen, der zum Image passt. Und was waren die Highlights? Sichtbar für die hereinströmenden Aktionäre die Riege der neuen Autos vom Mini bis zum Premium-BMW, stahlglänzend und in bunten Farben. Etwas abgeschirmt ein rotes Rolls Royce-Cabriolet, deutlich auf Abstand bedacht. Die Rede des Vorstandsvorsitzenden Dr. Norbert Reithofer war für ihn eine Jungfernfahrt vor den Aktionären, und er bot den Autoliebhabern unter ihnen reichlich Stoff. So sprach er viel über Marken und Märkte, allerdings weniger über die Aktie. Dass es seinem Unternehmen im letzten Jahr gut gegangen ist, war den Aktionären schon bekannt aus der Bilanzpressekonferenz. Zwei Punkte zeigten in der anschließenden Aussprache Sprengkraft: die magere Dividende und der CO2-Ausstoß der Fahrzeuge. Hier konnte der Vorstandsvorsitzende trotz wortreicher Erklärungen nicht viel punkten. BMW hat mit zwei anderen deutschen Premium-Marken nach wie vor den höchsten Ausstoß an CO2.
Die vorgeschlagene Dividende stand im Missverhältnis zu einem der deutschen Vorzeigeunternehmen. Alle Redner monierten die Diskrepanz zwischen Erfolg im Geschäftsjahr 2006 und 70 Cent pro Aktie. Die Aussicht auf eine Erhöhung im nächsten Jahr konnte die Aktionäre nicht trösten. Ein Unternehmen dieser Größe und seine Leistungen im vergangenen Jahr auf 17 Manuskriptseiten angemessen darzustellen, war knapp: Immerhin hat BMW 23 Produktionsstandorte in 13 Ländern und insgesamt 106.575 Mitarbeiter. 49 Mrd. € Umsatz, dazu 2,87 Mrd. € Gewinn und 1,37 Millionen verkaufte Fahrzeuge sowie 100.000 verkaufte Motorräder sollen in der kurzen Redezeit thematisiert werden. Auch die Besonderheiten der einzelnen Zielmärkte, die Wucht der immer stärker spürbaren Globalisierung, die Wünsche der deutschen und der EU-Politik, die Veränderung von Dollar und Yen sind zu kommentieren. Damit beim Aktionär zum Schluss etwas von diesen Informationen hängen bleibt, sollte der Sprecher nicht einfach ablesen, sondern die Inhalte erlebbar machen. Das ist Entertainment auf allerseriösester Ebene, aber immerhin - Entertainment mit einem Schuss Temperament. Trotzdem kamen die Aktionäre auf ihre Kosten. Das Catering war bei Frühstück wie Mittagessen an Vielschichtigkeit und Geschmack kaum zu überbieten. Die Küche hatte ihr Bestes gegeben. Zusammengefasst war die Hauptversammlung ordentlich strukturiert und durchgeführt, aber interessanter könnte sie im nächsten Jahr durchaus werden. |
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