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  Continental AG
12.5.2005, Hannover
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Die Continental-Aktie rollt und rollt, zur Zufriedenheit der Aktionäre

Nur die Mitarbeiterproteste brachten Misstöne in die Hauptversammlung des Automobil-Zulieferunternehmens am 12.5.2005 in Hannover.

Unzufriedene Conti-Mitarbeiter hatten den Eingang zur diesjährigen Hauptversammlung als Ort für ihren Protest gewählt; mit Megafonen und Trillerpfeifen wollten sie die Aktionäre auf die Arbeitssituation im Ausland aufmerksam machen. Doch die angereisten Anleger interessierten sich mehr für die erfolgreiche Leistung ihres Unternehmens.

Die guten Nachrichten aus dem Geschäftsjahr konnten die Aktionäre außerhalb des Versammlungsraums nur per Ton erfolgen. Monitore, die die Redner in die Nebenräume übertragen hätten, gab es nicht. Die Videowand hinter dem Podium zeigte mit Textcharts, was jeweils besprochen wurde; dem zahlengespickten Vortrag hätte es gedient, wäre diese Unterstützung grafisch anschaulicher gewesen.

Wer auf dem Podium saß, war nur dann zu erkennen, wenn man bis zu den ersten Reihen nach vorne ging. Das war nicht so einfach wie es klingt, denn die Sitzordnung in dieser Kongresshalle ist so angeordnet, dass man an einem einmal gewählten Platz festhängt.

Die Aussprache zeigte auch hier, dass eine Hauptversammlung gerne genutzt wird, um Anliegen der Mitarbeiter zu thematisieren, die HV dafür aber der falsche Ort ist. Die Aktionäre können die Stichhaltigkeit der vorgebrachten Probleme nicht überprüfen; der Redner, der sich hier über Schwierigkeiten in Tochterfirmen in Mexiko und USA beschwert, erscheint den Zuhörern als Querulant und Störenfried. Selbst die Presse greift solche Beiträge kaum auf. Verhindern lassen sich diese Auftritte von den Unternehmen nicht.

Angenehm wirkte die natürliche, menschliche Art, in der der Aufsichtsratsvorsitzende der Continental AG die Aktionäre ansprach. Das Publikum kann sehr genau unterscheiden, ob da oben jemand eine Ansprache vorliest oder ob er zu ihnen spricht. Die Reaktion im Publikum war entsprechend positiv.

Der Geschäftsbericht wurde praktisch direkt in einer Tragetasche übergeben – die sorgt dafür, dass er wirklich mitgenommen wird. Und als Zusatznutzen hat man beim Essen die Hände frei.