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Presseheadlines | |||
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Continental bekräftigt Interesse an VDO
Personalien sind in dieser Saison das Kernthema der meisten Hauptversammlungen. Auch bei der Continental hätte dies in Hannover der Fall sein können. Doch hier lief es einmal anders: Der Vorstandsvorsitzende bedankte sich im Laufe seiner Rede einzeln bei jedem Vorstandskollegen für die geleistete Arbeit und gab dabei den Aktionären ein klares Bild von deren Aufgabenbereichen. Auch seinem Vorgänger sprach er Anerkennung aus für dessen weitsichtige Entscheidungen. Diese positive Einstellung wird offenkundig auch von den Mitarbeitern getragen: Mit Stolz verkündete Dr. Wennemer, dass der Rücklauf aus der Befragung von 70.000 Mitarbeitern an 160 Standorten in 24 Sprachen bei 80 % lag – das weckt Neid bei jedem Marktforschungsinstitut! Die Aktionäre durften sich freuen, dass die Dividende um 100 % erhöht wurde, aber 2,00 € schienen angesichts der Unternehmenserfolge nicht jedem angemessen. Trotzdem fiel die Abstimmung mit 95,67 % hoch aus, trotz einiger kritischer Stimmen zu diesem Thema den Kapitalrahmen auf max. 187,5 Mrd. € zu erhöhen. Das könnte die Basis sein, um Continental für eine mögliche Übernahme der Siemens VDO zu polstern.
Die hohen Abstimmungsquoten lagen sicherlich auch daran, dass Continental eine sehr hohe Anzahl von institutionellen Anlegern vorweist, die insgesamt einen Aktienanteil von 82,5 % besitzen. Das Interesse an einem Kauf von VDO war das eigentliche Hauptthema dieser Hauptversammlung. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Manfred Wennemer bekräftigte dieses Vorhaben. In seiner kurzen und gut strukturierten Rede blieb jedoch offen, welche weiteren Akquisitionen geplant sind. Eine wichtige Änderung ist die Reduzierung der Aufsichtsratsvergütung. Durch die Abstimmung bestätigt, beziehen die Mitglieder zukünftig eine geringere fixe Vergütung, die erfolgshängige Bezahlung richtet sich nach dem Konzernergebnis pro Aktie. Zurückhaltung zeichnete auch das Rahmenprogramm aus: Informationsstände oder Displays fehlten. Continental ist eine der wenigen AGs, die nach wie vor ihre Hauptversammlung nicht online überträgt. Das Medieninteresse scheint gering, wie man aus der Berichterstattung schließen kann. |
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