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Presseheadlines | |||
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Alle warten auf das Gericht
Die technische Seite der HV ist souverän. Der Finanzminister des Landes Hessen, Aufsichtsratsvorsitzender von Fraport und Versammlungsleiter Karlheinz Weimar findet immer den richtigen, man kann sagen, den persönlichen Ton der Aktionäre. Den harten Job an diesem Tag hat der Vorstandsvorsitzende Dr. Wilhelm Bender. Auf der einen Seite hat er einiges Positive über das abgelaufene Geschäftsjahr zu berichten. Dass es inzwischen schon knapp 150 Tage zurückliegt, ist sicherlich keine Hilfestellung für Aktionäre bei ihrer Anlageentscheidung. Auf der anderen Seite ist da der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel, dessen Stellungnahme zum Ausbau der neuen Flughafen-Landebahn Fraport abwarten möchte, um, wie Bender sagt, keine unumkehrbaren Tatsachen zu schaffen. Wie also geht es weiter mit dem Ausbau? Ende Dezember 2007 hat der hessische Wirtschaftsminister den Planfeststellungsbeschluss zur Erweiterung des Flughafens Frankfurt unterzeichnet. Damit ist der Weg in eine expansive Zukunft grundsätzlich frei. Den anstehenden Entscheidungen der Gerichte zu den Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss sehe man mit Zuversicht entgegen. Fraport würde gerne den Ausbau so schnell es geht vorantreiben. Aber Anrainer, Städte und Gemeinden haben zum Teil andere Sichtweisen und auch andere Interessen. Damit steht Bender nach wie vor mit dem Rücken zur Wand. Wobei alle wissen, dass es einen Weg zurück in unserer rasant vorwärts drängenden Welt nicht gibt. Wer stehenbleibt, fällt dramatisch zurück, und das ist in diesem Fall nicht nur die Region Rhein-Main, sondern das Land Hessen. Flughäfen in anderen Bundesländern stehen in den Startlöchern, um die Lücke auszufüllen. Deutschland braucht einen Spitzenplatz in der Flughafenrange, der nur mit Fraport darstellbar ist. Bender erläutert die erfolgreichen Details zum abgelaufenen Jahr und zeigt die ersten drei guten Monate in 2008. Trotzdem, nicht alles ist Gold, was da glänzt. Es gibt viele internationale Baustellen und damit auch Probleme. Ein Punkt wird dabei deutlich: Die Informationspolitik des Unternehmens ist nicht die beste. Zurückhaltung ist zwar verständlich, um nicht im politischen Gerangel zerrieben zu werden, aber Aktionäre wie institutionelle Anleger zucken, wenn etwas zutage tritt, was man eigentlich hätte initiativ kommunizieren können und sollen. Wie es aussieht, hat man diese Schwachstelle im Hause erkannt und will mehr Transparenz schaffen. Wenig Veränderung bei Bühnenbild und Bühnenaufbau - warum so statisch? Hier hätte man Zeichen setzen können, dass es bergauf geht mit der Fraport und dem Flughafen Frankfurt. Die Aktionäre hätten sich die Augen reiben sollen, die angereiste Presse, die sowieso sieht, wenn etwas Neues passiert, hätte berichtet und Millionen hätten aufgemerkt. Die obligaten Frankfurter Würstchen kamen zu spät zum Zuge: Die Frühstückstüte musste mittags reichen, die Würstchen sollte es nämlich erst gegen 17 Uhr geben. Da waren allerdings die meisten Aktionäre bereits abgereist. Zum Trost gab es nachmittags Blechkuchen. Aktionäre sind mit wenig zufrieden, nicht jedoch beim Einsammeln von Souvenirs und Give-aways. Egal was, der Sammeltrieb ist ungebremst. Heute konnten sie ein praktisches Kofferband mitnehmen. Die Präsenz betrug zum Zeitpunkt der Abstimmung 87,38 %, eine Traumquote, wie die Abstimmungsquoten von über 99 % bei allen TOPs. Bei den AR-Wahlen sah es dann schon anders aus, da gab es nur zwei Kandidaten, die diese Spitze erreichten, nämlich die beiden Banker Klaus-Peter Müller und Christian Strenger. Der Versammlungsleiter Weimar verabschiedete die Aktionäre, er freue sich, sie im kommenden Jahr am 27. Mai wieder in der Jahrhunderthalle zu begrüßen.
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