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Drehen, Fräsen, Lasertechnik: Gildemeisters Bilderbogen in Bielefeld
In der Hoffnung auf ertragreichere Zeiten lud der westfälische Werkzeugmaschinen-Bauer zu einer reichhaltig ausgestatteten Hauptversammlung Die Ergebnisse dieses Jahres waren es wohl nicht, die dem Werkzeugmaschinen-Hersteller Lust zum Feiern machten. Doch die Konzernführung zeigte sich auf der Hauptversammlung am 20.5.2005 überzeugt von der Leistungsfähigkeit ihres Unternehmens; im laufenden Geschäftsjahr soll es richtig aufwärts gehen mit den Erträgen, bei der nächsten Hauptversammlung will der Vorstand nach langen Dürrejahren wieder eine Dividende vorschlagen. Im Vorgriff auf bessere Zeiten also wurden die 1.200 Aktionäre in der Bielefelder Stadthalle sehr großzügig empfangen. Mehr als andere, auch größere Firmen setzte Gildemeister auf die Kraft der Bilder. Innovativ und weltläufig präsentierte sich der Werkzeugmaschinen-Konzern in seinem mit Musik unterlegten Unternehmensfilm, der nach der Ansprache des Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Henning Offen vorgeführt wurde. Kunstvolle Fotos von technischen Neuentwicklungen wurden während der Rede des Vorstandsvorsitzenden Dr. Rüdiger Kapitza gezeigt, dazu Bilder von Mitarbeitern und Konzerngebäuden und andere Fotos wie Aufnahmen der Deutschen Börse beim Thema Kapitalisierung. Der Vortrag wurde zusätzlich gestützt durch inhaltsreiche Grafiken, die sich optisch raffiniert abwechselten: hier war der Wunsch zu spüren, die trockenen Finanzdaten für die Aktionäre leichter konsumierbar zu machen. Die Vielzahl der Grafiken und Fotos - teils wechselten die Bilder mit jedem zweiten Satz des Redners - standen durch ihre Fülle aber in Konkurrenz zur Rede und saugten viel Aufmerksamkeit von den Inhalten ab. Hier wäre Weniger mehr gewesen. Zur Darstellung der Geschäftstätigkeit griff Gildemeister auf Seiten aus dem Geschäftsbericht mit dem Motto „Kunden. Märkte. Performance“ zurück. Sie dienten als großformatige Dekoration im Foyer der Bielefelder Stadthalle und als Blickfang in der Präsentation des Vorstandsvorsitzenden. Ein Schwachpunkt war die Übertragung auf die Videowände: Wer den Redner selbst näher sehen wollte, konnte dies nur im Foyer auf der großen Leinwand tun. Im Saal wurde das Bild des Redners nicht auf die Leinwand übertragen. Im Foyer wiederum war der Ton nicht ausreichend, um der Verhandlung überall zu folgen, auch die Leinwand war nicht von allen Tischen aus bequem zu sehen. Ein paar zusätzliche Monitore hätten hier schon viel bewirkt. Diese technischen Mängel noch zu beheben, wird für Gildemeister sicher kein Problem sein – damit die Vorstellung der verbesserten Erträge im nächsten Jahr auch von allen Aktionären verfolgt werden kann. |
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