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Aktionärstreffen der Hannover Rück nach dem Naturkatastrophen-Jahr 2004
Internetnutzung selbstverständlich: Auf der HV am 14.6.05 in Hannover wurden die 1.500 Anleger als mündige Aktionäre behandelt
 Für Informationen über das abgelaufene Geschäftsjahr braucht der Aktionär nicht auf die Hauptversammlung seiner AG zu warten. Dafür gibt es den Geschäftsbericht, Artikel in der Presse und nicht zuletzt das Internet. Deshalb setzte der Vorstandsvorsitzende Zeller der Hannover Rückversicherung AG die wesentlichen Daten in seiner Rede voraus und warf nur „Schlaglichter“ auf den Geschäftsverlauf. Ausdrücklich begrüßte er die Teilnehmer im Internet. Die Hannover Rück ermöglicht Anlegern mit einem neuen System das Proxy-Voting im Internet bis kurz vor Beginn der Hauptversammlung; Einladung und Eintrittskartenbestellung sind schon länger möglich, dieser Service ist inzwischen allgemein Standard. Da der Vorstandsvorsitzende so ausführlich auf das Internet-Angebot für Aktionäre einging, wären eine Präsentation zu diesem Thema im Foyer oder interaktive Terminals zum Ausprobieren hilfreich gewesen.
 Der Kuppelsaal im Hannoveraner Congress Centrum mit seinen schmalen, mit Säulen zugestellten Wandelgängen bietet indes nicht viel Platz für Informationen. Den Geschäftsbericht fanden die Aktionäre also auf ihren Stühlen im Saal vor; am Info-Schalter gab es später das Hand-out der Vorstandsrede. Einige der Charts konnte man bereits als Wanddekoration sehen, leider so versteckt, dass sie nicht viel Beachtung fanden.
Aktionären ist naturgemäß die Entwicklung ihres Wertpapiers wichtig. Auf vielen Hauptversammlungen wird dieses Thema dennoch stiefmütterlich behandelt. Nicht so bei der Hannover Rück: Der Vorstandsvorsitzende ging ausführlich auf den Wert der Aktie ein. Wichtig ist für ihn eine weite Streuung der Aktien; Hannover Rück hat 48,8% des Grundkapitals bei 40.000 Aktionären in über 100 Ländern verteilt und damit eine sehr diversifizierte Aktionärsstruktur. Damit die HV-Besucher ihre Aktie auch weiter halten, erklärte ihnen Zeller, dass sie mit ihrer Dividende eine Rendite von über 3% und damit eine bessere Verzinsung als bei Sparbüchern oder Tagesgeld erzielt haben. Mit solchen klaren und einleuchtenden Vergleichen fand Zeller die Aufmerksamkeit und die Zustimmung der Aktionäre. Beifall bekam er auch für seine Darstellung der IR-Aktivitäten und der positiven Analysten zur Hannover Rück.
 Die Fragen der Aktionäre in der Aussprache wurden sofort und sehr detailliert beantwortet; wer schon beim Mittagessen war, konnte die Antworten mangels Bildschirmen und bei zu leisem Ton nicht mehr verfolgen. Die Aktionäre im Saal hörten hauptsächlich Lob für die „Meisterleistung“ des HannoverRück-Managements, im „Katastrophenjahr“ 2004 dennoch gute Ergebnisse erzielt zu haben.
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