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Heidelberger Druckmaschinen AG unter Druck: Aktionäre stellen auf der Hauptversammlung am 20. Juli 2005 viele Fragen
Ergebnis: ordentlich oder enttäuschend? China-Investitionen: gut oder schlecht? Ertragsschwäche: Konjunktur oder Management schuld? Auf der HV in Mannheim herrschte keine rechte Einigkeit zwischen Vorstand und Aktionären.
 1200 Aktionäre saßen im Publikum und folgten den Ausführungen von Vorstandschef Bernhard Schreier. Eine Stunde lang präsentierte er die Ergebnisse des Druckmaschinen-Herstellers, der nach einer dreijährigen Branchenkrise in diesem Jahr wieder eine kleine Dividende ausschütten kann. Mit Grafiken, Texttafeln, einer Landkarte und Fotos unterstützte Schreier seine Rede, in der er die Entscheidungen des vergangenen Jahres begründete und sich optimistisch zeigte, bald zur alten Ertragsstärke zurückzufinden.
Die Aktionäre im Saal konnten – so sie imstande waren, eine ganze Stunde lang aufmerksam zuzuhören – bei gutem Ton und klar lesbaren Charts der Rede gut folgen. Das Podium war umsichtig geplant worden: Die hinteren Sitzreihen waren erhöht, so dass auch die Aufsichtsratsmitglieder weiter hinten gut sichtbar waren. Auch die Namensschilder ließen sich endlich mal deutlich lesen – keine Selbstverständlichkeit. Außerhalb der Versammlungshalle fiel es schon schwerer, den Redebeiträgen zu folgen. Mit nur wenigen Monitoren war der Außenbereich bei weitem nicht abgedeckt, und auch der Ton war zu leise.
 Außer dem Geschäftsbericht stellte die Heidelberger Druckmaschinen AG ihren Aktionären noch den Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens, einen AG-Bericht und eine Unternehmensbroschüre zur Verfügung. Gern wurden auch die angebotenen Tages- und Wirtschaftszeitungen gelesen. Bei so vielen spannenden Weichenstellungen im Unternehmen hätten die Aktionäre sicher gern mehr zusätzliche Informationen gesehen – als Tafeln, Landkarten, Grafiken an den Wänden oder in Form von Gedrucktem. „40% Marktanteil in China“ beispielsweise - das ist eine Leistung, die durch Schaubilder und Fotos viel besser begreiflich wird als allein durch die Nennung der Zahl. Hier kann das Unternehmen noch zulegen. Vielleicht im nächsten Jahr, wenn die Erfahrungen aus der diesjährigen Veranstaltung ausgewertet sind. Die Hauptversammlung fand nämlich zum ersten Mal im Mannheimer Rosengarten statt, zur Freude der Aktionäre, die vom Wechsel in die größeren Hallen sehr angetan waren.
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