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Gut angezogen, gut aufgestellt: HUGO BOSS Hauptversammlung in Stuttgart
Sinnliches Erleben blieb Wunschvorstellung – Die Wirkung schöner Stoffe und Schnitte wirklich fühlen konnten die Aktionäre nicht.
 Ohne Sicherheitskontrollen durften die BOSS-Gäste das Kongresszentrum der Messe betreten. Der Metzinger Herrenschneider präsentierte sich am 11.5.05 in Stuttgart klein, aber fein und bei Blumenschmuck und Catering ganz frei von schwäbischer Sparsamkeit. Mit Informationen wurde schon eher gegeizt: großflächige Werbeplakate ersetzen nicht den Dialog mit dem Aktionär. Der Wunsch nach einem emotionaleren Erlebnis wurde von einer Aktionärin deutlich ausgesprochen, die die Ausgestaltung der Hauptversammlung „so nacked” fand und forderte, die neuen BOSS-Modelle doch vorzuführen. Gerade das Thema Mode würde sich für eine praktische Darstellung eignen. Vielleicht im nächsten Jahr? Vorstandsvorsitzender Schmälzer versprach, über so eine emotionale Komponente der Hauptversammlung nachzudenken.
Nach seinen ersten Begrüßungssätzen präsentierte der Vorsitzende einen fünf Minuten langen Film über die Aktivitäten der HUGO BOSS AG. Mit Impressionen aus der Produktion, vom Catwalk und aus dem Kunst- und Sportsponsoring des Unternehmens wurde ein Schritt auf die Aktionäre zu gemacht, die den mit Musik unterlegten Bildern interessiert folgten. Der anschließende Vortrag war dann allerdings wieder sehr konventionell, und die durch den Film geweckte Aufmerksamkeit fiel während der mit Zahlen überladenen Rede wieder in sich zusammen.
 Die Aktionäre fanden zu ihrer Information auf jedem Stuhl einen Geschäftsbericht mit der Einladung zur HV liegen. Weitere Informationen waren nicht zu haben; auch gegenüber den Internetnutzern zeigte sich das Modeunternehmen zugeknöpft. Eine Live-Übertragung der Veranstaltung gab es nicht, erst nach dem Ende der Hauptversammlung sollte die Rede des Vorstandsvorsitzenden dann auf der Homepage abrufbar sein.
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