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Presseheadlines | |||
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Jung und dynamisch nach Asien
Ein junges Unternehmen, ein gut gelaunter, sympathischer Vorstandsvorsitzender, eine erstmalige Dividende von bereits 0,25 € und ein Stück Chromerz. So beginnt die dritte Hauptversammlung des Chemie-Konzerns LANXESS in Düsseldorf. Das Stück Chromerz aus Südafrika diente VV Dr. Axel Heitmann zu Beginn seiner Rede als Symbol für Beständigkeit, Dynamik und Bewegung seines Konzerns. Auch Heitmann selbst hatte diese Ideologie in seiner Rede übernommen und wirkte dynamisch und ausdrucksstark, was bei dem einen oder anderen Aktionär hörbare Erheiterung bewirkte. Der Einsatz eines Teleprompters hatte sich bewährt, so konnte Heitmann ohne Probleme mit dem Publikum kommunizieren, seine Rede mit Gesten unterstützen und musste sich nicht auf das Blatt Papier auf seinem Pult konzentrieren. Das junge Unternehmen LANXESS, 2004 aus der Bayer AG hervorgegangen, hat sich inzwischen als eigene Marke etabliert und schwimmt mit Expansionsplänen zu neuen Ufern. Seit fast einem Jahr umwirbt LANXESS die RAG-Tochter Degussa, und doch hat bis heute alles Werben keinen Erfolg. Vier bis sechs Milliarden Euro bietet LANXESS-Chef Axel Heitmann öffentlich für den Kauf, aber die RAG winkt ab. Sie will lieber selbst an die Börse gehen. Die Aktionäre begrüßten auf der Hauptversammlung in Düsseldorf das Vorhaben Heitmanns, für Degussa nicht jeden Preis zu zahlen, dennoch kritisierten sie das öffentliche Werbungsverhalten. Hier hätten sich einige mehr Diskretion gewünscht. Auch hier und heute äußerte sich der Vorstandsvorsitzende und ausführlich zu Degussa, schloss sogar Teil-Zukäufe nicht aus.
Auch Asien ist heute ein Thema: Hier engagiert sich LANXESS mit der Initiative "LANXESS goes Asia", bis 2010 soll dort das Einkaufsvolumen um 250 Mio. € gesteigert werden. Noch in diesem Jahr soll das Werk in Wuxi eine zweite Produktionslinie in Betrieb nehmen, ein neues Werk ist in Planung. Diese Aufbruchstimmung spiegelte sich im Ambiente der Hauptversammlung wider: Die Messehalle wirkte großzügig, weitläufig und frisch. Das Motto Fortschritt, Technik und Zukunft wurde von Anfang an mit einer futuristisch-elektronischen Musik vermittelt. Zwei bis drei statt nur eine Informationsinsel wären erforderlich gewesen, um die große Halle mit mehr Leben zu füllen. Diese großzügige, überdachte Informationsinsel auf einem Podest im Zentrum der Halle stellte auf Displays und mit Modellen die Umweltschutz-Aktivitäten von LANXESS vor. Der Stand war gut besucht von den Aktionären. Die Stimmkartenterminals waren ebenfalls stark frequentiert, doch deren System erschloss sich den wenigsten Aktionären ohne weiteres. Hier wäre persönlicher Support wie beim Check-in am Flughafen hilfreich gewesen. Die Hauptversammlung zog sich unnötig durch die Struktur der Wortmeldungen. Es wäre für die Zukunft zu erwägen, ob man die Anforderungen an das Backoffice nicht weiter optimieren könnte. In den Wortbeiträgen kritisierten die Aktionäre vor allem die Honorare des Wirtschaftsprüfers für Beratung, die sehr viel höher als die Abschlussprüfergebühren lagen. Am Kuchenbuffet war Zeit genug für aufschlussreiche Diskussionen der Aktionäre. So wurde fachkundig erwogen, ob EBIT oder EBITDA die bessere Kennzahl für das Unternehmen sei. Die Aktionäre haben Vertrauen in "ihr Unternehmen" und votierten bei der Abstimmung mit Ergebnissen von über 99 % in allen Tagesordnungspunkten. |
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