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  Linde AG
8.6.2005, München
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Linde schließt den Reigen der Hauptversammlungen der DAX-Unternehmen für 2005

Die Aktie fest im Blick: Auf ihrer HV am 8.6.2005 zeigte die Linde AG den Aktionären, was ihre Anlage wert ist

Die erfreuliche Entwicklung der Linde-Aktie war das erste Thema in der Rede des Vorstandsvorsitzenden Prof. Reitzle an die Aktionäre. „Wir sind jetzt deutlich besser als der DAX”, so seine Botschaft. Dass die Kursgewinne durch eine um 10% gestiegene Dividende gekrönt wurden, verbesserte die Stimmung der anwesenden etwa 1.600 Aktionäre weiter. Auch in der Generaldebatte machte Reitzle wiederholt die Aktie zum Thema, was auf Hauptversammlungen nicht unbedingt die Regel ist, aber das Wohlwollen der Anleger fand, die sich in ihren Interessen ernst genommen fühlten. Hier ist eine deutliche Parallele zum Geschäftsbericht festzustellen, der ausführlich auf Aspekte der Aktie eingeht.

In den großzügigen, modernen Räumen der Neuen Messe München gab es für die Besucher der Hauptversammlung viel zu sehen. Auf großen weißen Tafeln waren Kennzahlen und Informationen aus dem Geschäftsbericht dargestellt: Daten, die dem Profi Auskünfte geben, aber für den „normalen” Hauptversammlungsteilnehmer ohne Interpretation und Einordnung nicht viel bedeuten. Dabei waren die Informationen gerade für Privataktionäre spannend: wo bekommt man schon einmal so detaillierte Auskünfte über die Aktionärsstruktur eines Unternehmens geboten?

Im Versammlungssaal selbst bestätigte sich der elegante Eindruck des Foyers. Das gerundete Podium mit der ebenfalls gerundeten, großen Videowand darüber wirkte innovativ, wandfüllende Imagefotos und Claims der Linde AG an den Seitenwänden zogen die Blicke auf sich. Die Vorträge hingegen waren ganz „alte Schule” und verlangten den Zuhörern viel Geduld ab. Ob es daran lag, dass für die Generaldebatte nur ganze drei Wortmeldungen kamen? Doch die Linde AG ist seit dem Verkauf der Kältetechnik so überzeugend durchgestartet, dass es für die Aktionäre anscheinend nicht viel zu fragen gab.

Die Abstimmung erfolgte per Scanner, der sowohl die Aktionärscodes wie auch die Stimmen erfassten. Wenn das Einlesen auch noch etwas umständlicher wirkte als das Einsammeln von Zetteln, so war die unmittelbare Verfügbarkeit der Ergebnisse doch überzeugend: die Hauptversammlung konnte bereits gegen 13.30 Uhr geschlossen werden. Eine Zielmarke für andere Unternehmen?