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Presseheadlines | |||
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Wer in der Bundesliga spielt
Wie immer gibt es viel zu sehen und neue Prospekte einzusammeln. Besonders einer der Prospekte auf dem Stand der Münchner Rück-Stiftung "Report 2006" dürfte den Lesern bleibenden Eindruck machen: große Fotos aus Honduras und vom Niger zeigen, was der Versicherer zur Verbesserung der dortigen Lage tun kann.
9:15 Uhr. Die Flügeltüren zum Veranstaltungssaal öffnen sich. Gedämpftes Licht. Am Ende das Raums, wo Vorstand und Aufsichtsrat sitzen, eine Riesenleinwand, 24m breit, 6m hoch. Filmprogramm für jene, die nicht länger in den Vorräumen herumlaufen wollen. Allerdings kann man bei der zurückgenommenen Beleuchtung den Geschäftsbericht, der am Eingang ausliegt, wohl kaum lesen. Also entweder Film oder Lesen - der Veranstalter hat sich für den Film entschieden. 9:55 Uhr. Die Informationslawine in Form des gesamten Vorstands betritt die Bühne und nimmt Platz. Etwas unruhig der Aufsichtsrat. Bekannte Gesichter, die man in den letzten Tagen im Fernsehen oder in den Tageszeitungen häufiger gesehen hat: Ulrich Hartmann, Ron Sommer, Heinrich von Pierer. 10:02 Uhr. Der Aufsichtsratsvorsitzende und Versammlungsleiter Dr. Hans-Jürgen Schinzler begrüßt standardmäßig die Aktionäre. Dann aber, um 10:20 Uhr, kommt mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Nikolaus von Bomhard die volle Dröhnung auf die Aktionäre zu. Es ist nicht die Lautstärke, Nikolaus von Bomhard spricht relativ leise, ernst, markante Stirnfalten als Markenzeichen. Es ist der Inhalt. Der Redenschreiber wird sich viel Mühe gegeben haben, verständlich zu sein. Aber den Zuhörern fällt es nicht leicht, dem Vortrag zu folgen. Was sie wissen wollen, nachdem sie das Angebot einer Dividende in Höhe von Euro 5,50 dankend angenommen haben: Warum verharrt der Kurs mehr oder weniger auf der Stelle? Was von der Rede hängen geblieben ist: Konzerngewinn: 3,9 Mrd. € Dividendenvorschlag: 5,50 € Nur geringe Subprime-Exponierung Aber, so schränkt von Bomhard ein, das Jahr 2008 kann nicht so gut werden wie das vergangene Jahr. Die Sondereinflüsse ändern sich. Er spricht von USA und dem Problemkind, dass sie die US RE vollständig integriert haben. Die Aktionäre hören etwas von Fernost und dass man sich 2007 in China zurückgehalten habe, weil die Rahmenbedingungen nicht ihren Vorstellungen entsprachen. Von Bomhard spricht auch von den großen Naturkatastrophen, aber auch von der Unterbewertung der Aktie und dass man auf eine Steigerung hofft. In 50 Minuten ergießt sich eine Flut an Details über die Anwesenden. Die indirekte Frage der Aktionäre "Halten, Kaufen" bleibt offen. Die anschließende Aussprache wird, wie ein Aktionär sagt, "auf hohem Niveau" geführt. Dieses Niveau wünscht man sich auch auf vielen anderen HVs. Fragen und Antworten sind eine Tour d`Horizon. Erfreulich ist, dass der bis dahin eher spröde von Bomhard in der Aussprache aus sich herausgeht, die Fragen aus dem Stand heraus beantwortet und hin und wieder sogar schmunzelt. Auf einmal kommt ein wenig Dynamik in die HV. 13:55 Uhr. Die Generaldebatte ist zu Ende. Es liegen keine schriftlichen oder mündlichen Fragen mehr vor. Die Abstimmung der sechs Tagesordnungspunkte beginnt.
14:41 Uhr. Dank an die Aktionäre im Saal und im Internet an den Monitoren durch den Versammlungsleiter Dr. Schinzler - ein früher Feierabend für das Podium. Die Münchner Rück ist bisher eine der wenigen Aktiengesellschaften, deren HV komplett online übertragen wurde. Die nächste Hauptversammlung ist auf den 22. April 2009 terminiert. |
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