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Applaus für Rekordergebnis, leichte Enttäuschung über Dividende
ThyssenKrupp überrascht die Analysten. Für die Aktionäre bleibt dagegen auf der Hauptversammlung alles beim alten.
 Ergebnisrekord – glänzender Start – Gewinn verdoppelt: Besser hätten die Nachrichten nicht ausfallen können, die Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz den Aktionären auf der Hauptversammlung am 21.1.2005 im Bochumer RuhrCongress vortrug. Das bisherige Ziel des Konzerns, das Ergebnis des Vorjahres zu halten, erscheint nun als zu niedrig gesetzt – jetzt wird angestrebt, das gute Ergebnis noch kräftig zu übertreffen. Applaus von den Aktionären, die vom steigenden Aktienkurs profitieren. Weniger glücklich waren sie, das wurde von mehreren ihrer Sprecher deutlich gemacht, über die mit 60 Cent eher knapp ausgefallene Dividende. Doch die guten Ergebnisse und die vollen Auftragsbücher sorgen insgesamt für Zufriedenheit.
So überraschend der Höhenflug des Stahlkonzerns für die meisten Analysten war, so wenig Neues erlebten die Aktionäre beim Besuch der Hauptversammlung. Die Räume sind ganz wie im Vorjahr gestaltet, auch die Bühne ist nach bewährtem Muster aufgebaut. Informationen gibt es als Drucksachen zum Mitnehmen, die Aktionäre werden mit Tragetaschen und Kugelschreibern ausreichend ausgestattet. Ganz verzichtet wurde von ThyssenKrupp auf eine Ausgestaltung der Foyers und des Cateringbereichs – hier sieht der Aktionär während seiner langen Anwesenheit kein Plakat, keine Information des Konzerns.
 Der Andrang zur Hauptversammlung war offenbar größer als geplant: Am Eingang bildeten sich Schlangen, die Besucher mussten zum Teil im Regen draußen warten; im Saal reichten die Plätze nicht, Interessierte wurden ins Foyer hinausgewiesen; und mit einer größeren Anzahl von Stehtischen hätte der Veranstalter das Gedränge während des Essens vermeiden können. Hier wären mit ein paar Korrekturen an der Planung große Verbesserungen zu erreichen. Vielleicht kann bei der nächsten Hauptversammlung auch der bisher „verschenkte“ Raum für Imagepflege und Informationen genutzt werden: an spannenden Themen wie dem China-Engagement oder erfolgreichen Projekten wie den „Twins“ im Segment Elevator fehlt es ThyssenKrupp nicht.
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