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Presseheadlines | |||
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10. ordentliche Hauptversammlung der ThyssenKrupp AG
![]() ThyssenKrupp eröffnet die Hauptversammlungssaison der DAX-Werte im Krisenjahr 2009. Wer sich neue Erkenntnisse zu den schwieriger werdenden Wirtschaftsentwicklungen erhofft hatte, sah sich enttäuscht. Die Top-Aussage des Vorstandsvorsitzenden in seiner Rede an die Aktionäre, die von vielen Zeitungen am nächsten Morgen abgedruckt wurde, lautete:
Dabei war das wirtschaftliche Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2007/2008, das am 30. September 2008 endete, exzellent: Das Unternehmen mit seinen drei großen Tätigkeitsschwer-punkten Stahl, Industriegüter und Dienstleistungen erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 53,4 Mrd. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 3,1 Mrd. Euro. In seiner über eine Stunde dauernden Rede gab Ekkehard Schulz einen ausführlichen Überblick zu allen Segmenten des weltweit agierenden Konzerns. Und wer ganz genau hinhörte, verstand den Vorstandsvorsitzenden dahingehend, dass seine Sorge darum kreist, dieses weltumspannende Unternehmen durch die nie da gewesenen Fährnisse hindurch zu lotsen. Sicher, man werde an der einen oder anderen Stelle Federn lassen müssen, der Auftragsschwund sei auch vorläufig nicht auszugleichen und es gelte, jetzt sofort den Gürtel enger zu schnallen (Kurzarbeit). Das Auditorium von etwa 3.500 Aktionären blieb ruhig. Zu dieser Ankündigung gab es natürlich keinen Beifall, trotz der Mühe, die sich Schulz mit seiner Rede gegeben hatte. Vielleicht fehlte auch ein wenig Dynamik in der Stimme, ein sichtbarer Stolz auf das Geleistete. Die Zuhörer wollen mitgerissen werden, Grund dazu hätte es reichlich gegeben. Die Generaldebatte zog sich mit 6 Std. 43 Min. für die Masse der Aktionäre zu lange hin, so dass bis zu den Wahlen nur noch einige Hundert anwesend waren. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden Gerhard Cromme gelang es durch seine sichere Moderation, die manchmal etwas "aufgekratzten" Aktionäre zu beruhigen.
Die optische Ausgestaltung der Hauptversammlung war den Aktionären schon vertraut: Vorstands- und Aufsichtsratsbühne in schmuckem Weißgrau, ausreichend hoch, um auch aus den hinteren Reihen des Saales einen guten Blick auf das Podium zu haben. Allein die Charts des Redners waren ab Saalmitte nur noch schwer zu lesen - ein Manko vieler Hauptversammlungen. Außerhalb des Veranstaltungssaales sorgten zahlreiche Monitore dafür, dass die Aktionäre durchgehend gut informiert waren. Die Hauptversammlung wurde, wie bereits im Vorjahr, in voller Länge im Internet übertragen. Ein Privileg für alle Aktionäre, die nicht vor Ort teilnehmen konnten. Fazit: Trotz des fehlenden "Ausblick in das neue Quartal" kann ein positives Fazit dieser Hauptversammlung gezogen werden.
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