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Presseheadlines | |||
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11. ordentliche Hauptversammlung der ThyssenKrupp AG
![]() Traditionell eröffnet die ThyssenKrupp AG die Hauptversammlungssaison der DAX-Werte im neuen Jahr. Wer einen Paukenschlag erwartet hatte, wurde enttäuscht: Das global aufgestellte Unternehmen in über 70 Ländern dieser Welt vertreten, trat nur verhalten auf. Grund war sicher nicht alleine das bald fertig gestellte Werk in Brasilien, das kostenmäßig aus dem Ruder gelaufen ist, sondern auch die nur langsam wieder ansteigende Weltwirtschaft. Trotz massiver Vorverurteilung von ThyssenKrupp in der Presse war es wieder einmal der Aufsichtsvorsitzende Dr. Gerhard Cromme, der die HV auf gesicherte Füße stellte und positiv und selbstbewusst angenehm mit der schwierigen Situation umgehen konnte. Die Ansprache des Vorstandsvorsitzenden Dr.-Ing Ekkehard D. Schulz an die Aktionäre dauerte etwa eine Stunde bei einer Manuskriptlänge von 25 Seiten. Die Rede war ruhig, keine Unterbrechung durch die Zuhörer, allerdings auch nur dünner Applaus trotz des außerordentlichen Engagements der Mitarbeiter in diesem Jahr. (Nachzulesen auf den Internetseiten der Gesellschaft). Die vielfältigen Einzelleistungen und Erfolge von fast 800 Tochterunternehmen hätten von dem Vorstandsvorsitzenden mit mehr Ausstrahlung und Genugtuung präsentiert werden können. Gerade in schweren Zeiten braucht es Charisma. „Noch vor ein paar Tagen sei er auf der Baustelle in Brasilien gewesen“, führte Schulz aus, „um sich von der zügigen Fertigstellung der Anlage selber noch einmal zu überzeugen“. Hier hätte man elegant Details einschieben können, um die anwesenden Aktionäre auf ihr neues Werk stolz zu machen. Hätte nicht mittags statt dem Camping-Menue von zwei spartanischen Würstchen mit einem trockenen Brötchen ein einfaches, aber schmackhaftes Gericht aus brasilianischer Küche besser gepasst? Es fehlte auch Informationsmaterial zu den Werken Brasilien und Alabama in den USA. Bei der Sparte „Elevator Technology“ kam bei Schulz dann doch noch etwas Stolz auf, als er von den Leistungen seiner 43.000 Mitarbeiter und den Erfolgen in Moskau und im Nahen Osten und weltweit berichtete zu Aufzügen, Fahrtreppen, Fahrsteigen, Fluggastbrücken und Treppenliften. Die folgende Aussprache der Aktionäre und Aktionärsvertreter dauerte verhältnismäßig lange und mit zum Teil hoher Aggressivitätsrate. Deshalb fragte sich auch zum Schluss der Veranstaltung der Aufsichtsratsvorsitzende Cromme, nachdem er die Präsenz und Abstimmungsergebnisse, die 11 von 15 Tops mit weit über 99% Ja-Stimmen erbrachten, ob die Auseinandersetzungsdiskussionen in dieser Form notwendig gewesen seien. Die Antwort wäre sicher die gewesen, dass man manchmal den Deckel auf dem Topf lüpfen muss, um Druck zurückzunehmen. Die Aktionäre sollten stolzer auf dieses Unternehmen sein, statt sich griesgrämisch abzuwenden. Eine professionelle Betrachtungsweise zeigten die Analysten. Etwa die Hälfte ist auf Grund der Weltwirtschaftslage und Kostenexplosion auf den Baustellen leicht negativ eingestellt, die andere Hälfte dagegen hat die Chancen für ThyssenKrupp für die Zukunft erkannt.
Hinweis: Die Hauptversammlung wurde in voller Länge im Internet übertragen. |
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