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Daten zur HV | |||
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Zu Gast bei einem Profi-Gastgeber
Die Hauptversammlung des Touristikkonzerns TUI am 11. Mai 2005 im CCH in Hannover verknüpfte Gastlichkeit und Finanzkommunikation. „Lächeln“ verspricht der aktuelle Unternehmensfilm der TUI. Er sollte die angereisten Aktionäre noch vor der Rede des Vorstandsvorsitzenden in gute Stimmung versetzen. Nach dem wohlwollenden Beifall erwartete man dieses Lächeln leider vergeblich auf den Gesichtern der Redner. Trotz guter Nachrichten traten der Vorstandsvorsitzende, Dr. Michael Frenzel, und der Finanzvorstand Rainer Feuerhake nüchtern-distanziert vor die Kamera.
Gastlichkeit, sagte ein Redner in der Generaldebatte, zeichnet sich auch dadurch aus, dass man Gäste einlädt. Dies war bei der TUI der Fall, wurde gut angenommen und öffentlich gelobt. Der Präsenzbereich erstreckte sich neben dem Sitzungssaal über zwei weitere Hallen, um den 2.800 Teilnehmern Raum zu bieten. Die Monitore in diesen Sälen begnügten sich nach den Reden mit dem lächelnden Logo, die 11 Wortmeldungen konnte man nur live im Saal verfolgen. Das erzeugte Unwillen bei den Aktionären, denn sie mussten sich zwischen Essen und Diskussion entscheiden.
Beim Essen orientierte sich die TUI an den Buffets, wie sie jeder Urlauber aus Hotels kennt. Alles schön dekoriert und ästhetisch aufgebaut, doch das Catering war für die Menge der Gäste unterbesetzt – zu wenig Tische, zähes Abräumen. Konsequent zeigte sich das Unternehmen in dem Versuch, das Kommunikations-konzept aus dem Geschäftsbericht auf die Hauptversammlung zu holen. Alle Motive bildeten als Großdisplays einen dekorativen Rahmen. Beim Essen war Zeit genug, auch die Texte aufzunehmen.
Neu war auch das Merchandising-Angebot: In einem eigenen Shop, auf der ITB erprobt, wurden TUI-Artikel zum Kauf angeboten. So konnte sich die Tragetasche schnell nützlich machen. Für seine Informationspolitik wurde Investor Relations gelobt „die beste HV-Einladung“. Der besondere Punkt der Tagesordnung, die Umstellung auf Namensaktien, wurde mit einem Prospekt gestützt, der am IR-Counter vertrieben wurde. Schade allerdings, dass die Reden nicht als Hand-out zur Verfügung gestellt wurden; der Verweis aufs Internet entbehrt nicht der Ironie, denn welcher Aktionär hat seinen Drucker dabei?
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