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Hauptversammlung Volkswagen AG
![]() Den Ball flach halten war die Devise, wenn es um das Thema Volkswagen und Porsche ging. Hier hatten sich die Aktionäre mehr Informationen erhofft. Dieses Jahr war die Anzahl der Aktionäre mit gut 1.000 gering. Interessant die Drittelung der Vorstandsrede. Den ersten Teil mit Rückblick auf 2008 hielt der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Martin Winterkorn, danach stellte Hans Dieter Pötsch, Mitglied des Vorstands, Geschäftsbereich "Finanzen und Controlling" die Zahlen vor und im dritten Teil der Rede erläuterte Winterkorn den aktuellen Zustand der Branche und seines Konzerns.
Ernüchternd für die Aktionäre: "Die Finanzkrise mit ihrem brutalen Durchschlag auf die Realwirtschaft ist zu großen Teilen hausgemacht. Nach fundamentalen Verwerfungen auf den Finanzmärkten, nach Maßlosigkeit und immer neuen Übertreibungen kehrt jetzt wieder Realismus ein". Volkswagen stellt sich dem sehr schwierigen Jahr 2009. Es wird sinnvoll gespart, aber nicht auf Kosten der Zukunft. So will das Unternehmen 2.800 Auszubildende einstellen und 2.100 Hochschulabsolventen. VW möchte "die zufriedensten Kunden und die besten Mitarbeiter". Das hörten die Aktionäre mit Wohlgefallen.
Die Produktoffensive beeindruckte die Besucher: So will der Konzern bis 2010 20 zusätzliche, völlig neue Modelle vorstellen. Schon jetzt liegen 132 Modelle unter 140 Gramm CO2/km. Interessant war auch die Aussage von Winterkorn: "Das Auto der Zukunft wird es nicht geben, mittelfristig wird man ein Mix sehen aus verschiedenen Antriebskonzepten". Wie in jedem Jahr gab es eine große Ausstellung der Volkswagen-Flotte mit allen Töchtern, die den ganzen Tag gut besucht war und auf der sich jeder Interessent ausführlich beraten lassen konnte. Wer sich darüber hinaus über das Unternehmen informieren wollte, konnte dies an Informationsständen tun. Literatur für die Besucher (Auszug):
Sie war lang und ausführlich. Einige Themen:
Versammlungsleiter und Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piech leite die Aussprache mit großer Disziplin, wenngleich manche Antworten nicht immer so ausfielen, wie sich Aktionäre und Aktionärsvertreter dies gewünscht haben mögen.
Besonderheit der diesjährigen VW-Hauptversammlung: In einer gesonderten Versammlung der Vorzugsaktionäre mit einer Präsenz von nur 17,22 % erhielten die Anträge zur Ausgabe mit jeweils nur knapp 74 % der Stimmen nicht die erforderliche Dreiviertelmehrheit. Fazit: Die VW-Vorzugsaktionäre haben den von den Stammaktionären bereits verabschiedeten Vorratsbeschluss für eine mögliche Kapitalerhöhung des Konzerns gekippt.
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