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News


April 2011

Gold für den Papst

Beim 6. Production Adward des GWA war das Staatsgeschenk des Papstes Sieger: Das "Artzneybuch" ist nicht nur dank reichlich Blattgold knapp € 5.000 wert.



Die brandneue Fachmesse digi:media war am 7. April 2011 in Düsseldorf ein passender Rahmen als Gastgeber: Der GWA verleiht alljährlich den Production Award für die "brillantesten, herausragendsten und technisch kreativsten Leistungen professioneller Medienproduktionen". Bewertet wird nicht nur handwerkliche Perfektion, sondern auch Faktoren wie Innovation, Green Media, Herstellungseffizienz und Prozesslösungen für Qualität. Die Bedeutung des Production Award als Guideline für Auftraggeber wie Agenturen dokumentiert, dass er seit 2008 im Kreativranking der Fachzeitschrift HORRIZONT mitgewertet wird.

In diesem Jahr gab es erstmalig drei Goldsieger - ein deutliches Signal für eine Qualitätssteigerung in der Kommunikationsbranche, allen Unkenrufen zum Trotz. Schade, dass so wenige Kunden die Anerkennung durch ihre Präsenz teilten.



Zum Sieger
Die populäre Rezeptsammlung des Apothekers Christoph Wirsung (1500 oder 1505-1571), geboren in Augsburg, erschien erstmals 1568 und erlebte bis ins frühe 17. Jh. mehrere Auflagen. Es beinhaltet in grossem Umfang den Stand der Kräutermedizin des 16. Jh. mit eigenen Rezepten sowie Rezepten von Zeitgenossen.

Ein besonders prächtiges Exemplar widmete Wirsung, der um 1562 nach Heidelberg übersiedelte, dem dort residierenden Kurfürsten Friedrich III. Dieser übergab das Werk der Bibliotheca Palatina in Heidelberg, damals einer der bedeutendsten Bibliotheken in Deutschland.

Jetzt gibt es ein Faksimile der Ausgabe von 1571: 17 Farben Druck, der Schnitt geprägt, das Papier eine Sonderanfertigung - mit Handschuhen anzufassen.





März 2011

Höherer Informationsbedarf der Anleger

Die größte Finanzmesse in Deutschland - INVEST - hatte an drei Tagen vom 18. bis 20. März 2011 in Stuttgart 7% mehr Besucher als im Vorjahr.



Namhafte Emittenten sah man unter den mehr als 200 Ausstellern keine. Dafür drängten sich die Finanzdienstleister- sei es Banken, Broker oder Berater - und Medien auf engstem Raum. Auch das Programm war mit mehr als 350 Vorträgen hörbar knallvoll.



Was nimmt der Besucher mit? Die jüngsten Krisenerfahrungen empfehlen allen, die Vermögen bewahren wollen, ein Umdenken ihrer Anlagestrategie. Hatte das 20. Jh. im Abstand von Jahrzehnten Krisen und Katastrophen zu bewältigen, so findet jetzt alles zeitgleich statt. Und wirkt sich global aus, wie uns das Beispiel Japan zeigt.

Für Anleger hat beides Auswirkungen: Staatsanleihen haben ihre Sicherheit verloren (Griechenland, Portugal, Irland, USA am Horizont). Branchen wie Energie und Food zeigen tiefgreifende Umdenkungsprozesse. Und die Fehlentscheidungen von Managern (Telekom, Post, Bahn) schrecken von Aktieninvestments ab.

Dass die Besucher aktuelle Einsichten gewonnen haben, aber auch für die immer kürzeren Zyklen, beweist die Prognose: Zur nächsten INVEST vom 27. bis 29. April 2012 wollen 95% wiederkommen.

Bilanzpressekonferenz der Fraport AG am 11.März 2011


Eine Bilanzpressekonferenz ist immer gut zur Vorbereitung für eine Hauptversammlung. 40 Vertreter der Presse wollten aus berufenem Munde hören, was der Geschäftsführer Stefan Schulte ihnen und der Welt zu sagen hatte. Und es hat sich gelohnt. Steigende Umsätze und Gewinne konnte Deutschlands größter Flughafenbetreiber positiv darstellen, Im Herbst geht die neue Nordwest-Landebahn in Betrieb. Dann werden bis zu 120 Starts und Landungen möglich sein. Zunächst sind es aber erst einmal 90. Wenngleich die Hauptzuwächse aus Frankfurt kommen werden, interessierte sich die Presse auch für die Flughäfen, die Fraport im Ausland betreibt. Das Flagschiff ist der Standort im türkischen Antalya, eine Perle, wie es der Finanzvorstand Matthias Zieschang nannte.

 Die Verkehrsentwicklung 2010 nennt eine Reihe guter Zahlen:
 - 53 Millionen Passagiere (+4,1%) 
 - Sitzladefaktor 76% (+2%) 
 - 464.432 Flugbewegungen (+0,3%) 
 - 123 Passagiere je Flugzeug im Durchschnitt (5 Passagiere mehr als 2009) 
 - 2,23 Millionen Tonnen Luftfracht (+21,5%) 
 - 2,195 Mrd Umsatz (+9,2%) 
 - 1,25 Euro pro Aktie Dividende (+8,6%) 
(Zahlen in Klammern entsprechen der Steigerung gegenüber 2009)

Flughäfen, die Fraport im Ausland betreibt:
  • Antalya
  • Burgas&Varna
  • Lima
  • und in St. Petersburg ist Fraport Lead Operator
Man kann gespannt sein, wie überzeugend die Fraport die Unternehmensentwicklung auf der Hauptversammlung ihren Aktionären darstellen wird, die Zahlen dazu sind gut.



Januar 2011

boot Düsseldorf, 22.- 30.01.2011

Moderner geht's nicht Die Düsseldorfer Messe geht mit der Zeit: Pünktlich zur boot Düsseldorf 2011 ist die Messe-App mit allen Informationen rund um die weltgrößte Yacht- und Wassersportmesse fertig. Der interaktive Gelände- und Hallenplan ist perfekt für die Orientierungshilfe auf dem weitläufigen Messegelände. Fußschonend kann der Besucher von Halle zu Halle springen, die Stände besuchen und die angebotenen Produkte nebst sonstigen Informationen der Aussteller sichten.

Kostenlos im iTunes App-Store: Download bei itunes



Andere Smartphones können das mobile online-Angebot nutzen unter mobil.boot.de

Komfortabler geht's auch nicht
Das Riesenangebot der "boot" wird in sog. Themenwelt-Bühnen gegliedert: Segeln, Tauchen, Beach, Underwater, Paddling, Wassersport. Das hilft dem Besucher, den Tag sinnvoll einzuteilen, um Vorträge, Interviews und Action zu erleben.

Übrigens werden auch Foto- und Filmfreunde auf der Messe bedient. Auch im Vorfeld gab es für sie lohnende Motive: Die Auskranung der größten und einer der innovativsten Yachten der Welt am 10. Januar bei Hochwasser des Rheins mit 8,50 m. Noch ist nicht sicher, ob wegen des Hochwassers alle Boote rechtzeitig eintreffen. Die Solaryacht - 27 m lang, rund 71 Tonnen schwer und in der Grundversion € 4,3 Mio. teuer - wurde aus ihrer Heimat Großbritannien von einem erfahrenen Kapitän der Firma Sunseeker International überführt . Zusätzlich war ein Rheinlotse mit an Bord, wie es aufgrund des Rheinschifferpatents notwendig ist.



Alternativloser Rettungsschirm

Alle Bürger/innen dürfen sich an der Kür des Unwortes beteiligen. Gesucht werden Wörter und Formulierungen, die sachlich grob unangemessen sind. Die Vorschläge können aus allen Bereichen der öffentlichen Kommunikation stammen, sei es Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder Technik. Die Zahl der Meldungen ist mit max. 2.000 nicht so hoch wie man im Land der Dichter und Kritiker erwarten möchte. Für 2010 hat das Adjektiv "alternativlos" das Rennen gemacht.

Bei der Börse sind die Spielregeln etwas anders. Die Teilnahme beschränkt sich auf Analysten, Wertpapierhändler und Makler. Und natürlich wird ein Begriff aus der Finanzwelt gesucht. Der "Rettungsschirm" verdankt seinen 1. Platz dem doppelten Unsinn: Rettung bedeutet das Ende einer Notlage. Ohne Rückzahlungspflicht würde es sich tatsächlich um eine Rettung handeln. So aber ist es nur ein Schutz vor einem Regenschauer. Bedeutet der Schirm Regenschutz?

 Top 1  Deutsche Sprache  Börse Düsseldorf
 2010 alternativlos  Rettungsschirm 
 2009 Betriebsratsverseucht  Bad Bank 
 2008 notleidende Banken  Leerverkauf 
 2007 Herdprämie  Subprime 
 2006 Freiwillige Ausreise  Börsen-Guru 
 2005 Entlassungsproduktivität  Heuschrecken 
 2004 Humankapital  Seitwärtsbewegung 
 2003 Tätervolk  Bester Preis 
 2002 Ich-AG  Enronitis 
 2001 Gotteskrieger  Gewinnwarnung